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Martinsburg

Die Ende des 14. Jh. am Rheinufer von Oberlahnstein mit starkem sechseckigem Bergfried erbaute Martinsburg war eine kurmainzische Zollburg. Die malerische Baugruppe wurde gemeinsam mit der Stadtbefestigung errichtet. Das Spitzbogentor in der Ostmauer zeigt einen zierlichen Gußerker mit Wappen (1395). Der Nord-Flügel enthielt wohl die Haupträume. Der Wohnturm im Nordwesten entstand im 14. Jh. und wurde im 18. Jh. verändert. Der Südtrakt ist ebenfalls gotisch. Den Südwest- und Westflügel errichtete Erzbischof Franz Lothar von Schönborn 1719 bis 1721; darin eingebaut ist der Hauptturm (Ende des 14. Jh.); an seinen Fenstern sieht man außen kleine Konsolsteine für die nach unten zu klappenden Holzläden. Das Dach stammt aus dem 18. Jh. Jetzt besitzt Dr. Johannes Romberg die Burg und sorgt für Pflege und Erhaltung. Besichtigung der Münzprägeanstalt, der Küche und des Fastnachtsmuseums im Rahmen der Stadtführung mittwochs, 14 Uhr ab Hexenturm.

UNESCO Welterbe