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Burgen

Sind unten im Tal Wasser und Fels untrennbar miteinander verbunden, so streichelt oben in luftiger Höhe der Himmel den Stein, der sich als Bergfried über die Burganlage erhebt. Mehr als 20 Höhenburgen und Burgruinen, darunter die im Tal zu findenden Residenzen nicht mitgerechnet, erheben die Landschaft im Schatten der Loreley zu einem wahrlich königlichen Tal.

Ein Tal für Könige

Was für ein geschichtliches Erbe! Die große Bedeutung des Rheintals kann nicht offenkundiger dokumentiert werden als durch seine zahlreichen Burgen, Festungen und Schlossanlagen. Ein Fluss, der zu wichtig war, um ihn grenzenlos vorbei ziehen zu lassen – ein Handelsweg, der zu reich war, um nicht seinen Anteil der Schätze einzufordern. Das Unesco- Welterbe Oberes Mittelrheintal kann sich rühmen, 40 Burgen und Wehranlagen – Patrizierhäuser und Adelshöfe nicht mit gerechnet – sein Eigen zu nennen. Ein Eldorado für Mittelalterfans, die gerne einmal Ritter, Burgherr oder Schlossfräulein auf Zeit spielen wollen. Die meisten Burgen können besichtigt werden und laden ein, das mittelalterliche Leben hinter dicken Verteidigungsmauern genauer kennen zu lernen. Die Rheinromantik findet in ihnen ihre schönsten Juwelen, ganz gleich, ob sie als Ruine eine sanfte Melancholie ausstrahlen oder frisch heraus geputzt mit schönem Mobiliar und wertvollen Kunstwerken auf sich aufmerksam machen. 1000 Jahre Bautätigkeit sind wie ein Spiegel der Epochen am Rhein und führen von Turmspitzen auf höchster Bergeshöhe hinab bis in die feuchten Verliese einstigen Raubrittertums. Das Abenteuer kann beginnen!

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49° 58' 31" N, 7° 52' 50" O

Ruine Ehrenfels im Internet

Wikipedia

Ruine Ehrenfels

Die kurmainzische Burg aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bildete mit der gegenüberliegenden Burg Klopp und dem Mäuseturm im Rhein den Sperriegel des Erzstifts nach Norden hin. Auf halber Höhe des Berges, am Eingang des Binger Lochs gelegen, war sie im Mittelalter ein strategischer Punkt von größter Bedeutung. Zugleich stellte der Ehrenfelser Zoll eine sehr wichtige Einnahmequelle der Mainzer Erzbischöfe dar. Diese bauten sie entsprechend ihrer Bedeutung (in Kriegszeiten wurde hier der Domschatz geborgen) zu einer der prächtigsten Burgen am Rhein aus. 1689 wurde sie zerstört. Mit ihrer mächtigen zur Berseite hin gewandten und von zwei runden Ecktürmen flankierten Schildmauer bietet die Ruine, die mit hohem Kostenaufwand gesichert wurde, heute ein malerisches Bild. Besichtigung möglich.

UNESCO Welterbe