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Burgen

Sind unten im Tal Wasser und Fels untrennbar miteinander verbunden, so streichelt oben in luftiger Höhe der Himmel den Stein, der sich als Bergfried über die Burganlage erhebt. Mehr als 20 Höhenburgen und Burgruinen, darunter die im Tal zu findenden Residenzen nicht mitgerechnet, erheben die Landschaft im Schatten der Loreley zu einem wahrlich königlichen Tal.

Ein Tal für Könige

Was für ein geschichtliches Erbe! Die große Bedeutung des Rheintals kann nicht offenkundiger dokumentiert werden als durch seine zahlreichen Burgen, Festungen und Schlossanlagen. Ein Fluss, der zu wichtig war, um ihn grenzenlos vorbei ziehen zu lassen – ein Handelsweg, der zu reich war, um nicht seinen Anteil der Schätze einzufordern. Das Unesco- Welterbe Oberes Mittelrheintal kann sich rühmen, 40 Burgen und Wehranlagen – Patrizierhäuser und Adelshöfe nicht mit gerechnet – sein Eigen zu nennen. Ein Eldorado für Mittelalterfans, die gerne einmal Ritter, Burgherr oder Schlossfräulein auf Zeit spielen wollen. Die meisten Burgen können besichtigt werden und laden ein, das mittelalterliche Leben hinter dicken Verteidigungsmauern genauer kennen zu lernen. Die Rheinromantik findet in ihnen ihre schönsten Juwelen, ganz gleich, ob sie als Ruine eine sanfte Melancholie ausstrahlen oder frisch heraus geputzt mit schönem Mobiliar und wertvollen Kunstwerken auf sich aufmerksam machen. 1000 Jahre Bautätigkeit sind wie ein Spiegel der Epochen am Rhein und führen von Turmspitzen auf höchster Bergeshöhe hinab bis in die feuchten Verliese einstigen Raubrittertums. Das Abenteuer kann beginnen!

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Martinsburg

Die Ende des 14. Jh. am Rheinufer von Oberlahnstein mit starkem sechseckigem Bergfried erbaute Martinsburg war eine kurmainzische Zollburg. Die malerische Baugruppe wurde gemeinsam mit der Stadtbefestigung errichtet. Das Spitzbogentor in der Ostmauer zeigt einen zierlichen Gußerker mit Wappen (1395). Der Nord-Flügel enthielt wohl die Haupträume. Der Wohnturm im Nordwesten entstand im 14. Jh. und wurde im 18. Jh. verändert. Der Südtrakt ist ebenfalls gotisch. Den Südwest- und Westflügel errichtete Erzbischof Franz Lothar von Schönborn 1719 bis 1721; darin eingebaut ist der Hauptturm (Ende des 14. Jh.); an seinen Fenstern sieht man außen kleine Konsolsteine für die nach unten zu klappenden Holzläden. Das Dach stammt aus dem 18. Jh. Jetzt besitzt Dr. Johannes Romberg die Burg und sorgt für Pflege und Erhaltung. Besichtigung der Münzprägeanstalt, der Küche und des Fastnachtsmuseums im Rahmen der Stadtführung mittwochs, 14 Uhr ab Hexenturm.

UNESCO Welterbe