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Burgen

Sind unten im Tal Wasser und Fels untrennbar miteinander verbunden, so streichelt oben in luftiger Höhe der Himmel den Stein, der sich als Bergfried über die Burganlage erhebt. Mehr als 20 Höhenburgen und Burgruinen, darunter die im Tal zu findenden Residenzen nicht mitgerechnet, erheben die Landschaft im Schatten der Loreley zu einem wahrlich königlichen Tal.

Ein Tal für Könige

Was für ein geschichtliches Erbe! Die große Bedeutung des Rheintals kann nicht offenkundiger dokumentiert werden als durch seine zahlreichen Burgen, Festungen und Schlossanlagen. Ein Fluss, der zu wichtig war, um ihn grenzenlos vorbei ziehen zu lassen – ein Handelsweg, der zu reich war, um nicht seinen Anteil der Schätze einzufordern. Das Unesco- Welterbe Oberes Mittelrheintal kann sich rühmen, 40 Burgen und Wehranlagen – Patrizierhäuser und Adelshöfe nicht mit gerechnet – sein Eigen zu nennen. Ein Eldorado für Mittelalterfans, die gerne einmal Ritter, Burgherr oder Schlossfräulein auf Zeit spielen wollen. Die meisten Burgen können besichtigt werden und laden ein, das mittelalterliche Leben hinter dicken Verteidigungsmauern genauer kennen zu lernen. Die Rheinromantik findet in ihnen ihre schönsten Juwelen, ganz gleich, ob sie als Ruine eine sanfte Melancholie ausstrahlen oder frisch heraus geputzt mit schönem Mobiliar und wertvollen Kunstwerken auf sich aufmerksam machen. 1000 Jahre Bautätigkeit sind wie ein Spiegel der Epochen am Rhein und führen von Turmspitzen auf höchster Bergeshöhe hinab bis in die feuchten Verliese einstigen Raubrittertums. Das Abenteuer kann beginnen!

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Marksburg

Die Marksburg, die einzige unzerstörte Höhenburg am Mittelrhein, stammt aus dem 12. bis 14. Jh., die Bastionen aus dem 17. Jh. Sehenswert sind die in den Fels gehauene Reitertreppe, die Kanonenbatterien, der Kräutergarten, der Weinkeller, die Küche, die Kemenate, der Rittersaal und die Kapelle. Die Rüstkammer zeigt Rüstungen und Waffen vom Altertum bis ins späte Mittelalter an beispielhaften Stücken, der Pferdestall enthält eine Sammlung von Straf- und Foltergeräten. Die Schmiede bildet den Abschluß des Rundgangs durch die Burg, die in ihrer Gesamtheit eine mittelalterliche Wehranlage sowie das ritterliche Leben dokumentiert. Die Marksburg ist Sitz der Deutschen Burgenvereinigung e.V. und beherbergt die größte burgenkundliche Fachbibliothek Europas. In der Burgküche (Tel. 02627/974070) kann wie zu alten Zeiten ein "Rittermahl" eingenommen werden. Öffnungszeiten: Ostern bis 31. Oktober täglich 10 - 17 Uhr, 1. November bis Ostern täglich 11 - 16 Uhr.

UNESCO Welterbe