Burgen
Sind unten im Tal Wasser und Fels untrennbar miteinander verbunden, so streichelt oben in luftiger Höhe der Himmel den Stein, der sich als Bergfried über die Burganlage erhebt. Mehr als 20 Höhenburgen und Burgruinen, darunter die im Tal zu findenden Residenzen nicht mitgerechnet, erheben die Landschaft im Schatten der Loreley zu einem wahrlich königlichen Tal.
Ein Tal für Könige
Was für ein geschichtliches Erbe! Die große Bedeutung des Rheintals kann nicht offenkundiger dokumentiert werden als durch seine zahlreichen Burgen, Festungen und Schlossanlagen. Ein Fluss, der zu wichtig war, um ihn grenzenlos vorbei ziehen zu lassen – ein Handelsweg, der zu reich war, um nicht seinen Anteil der Schätze einzufordern. Das Unesco- Welterbe Oberes Mittelrheintal kann sich rühmen, 40 Burgen und Wehranlagen – Patrizierhäuser und Adelshöfe nicht mit gerechnet – sein Eigen zu nennen. Ein Eldorado für Mittelalterfans, die gerne einmal Ritter, Burgherr oder Schlossfräulein auf Zeit spielen wollen. Die meisten Burgen können besichtigt werden und laden ein, das mittelalterliche Leben hinter dicken Verteidigungsmauern genauer kennen zu lernen. Die Rheinromantik findet in ihnen ihre schönsten Juwelen, ganz gleich, ob sie als Ruine eine sanfte Melancholie ausstrahlen oder frisch heraus geputzt mit schönem Mobiliar und wertvollen Kunstwerken auf sich aufmerksam machen. 1000 Jahre Bautätigkeit sind wie ein Spiegel der Epochen am Rhein und führen von Turmspitzen auf höchster Bergeshöhe hinab bis in die feuchten Verliese einstigen Raubrittertums. Das Abenteuer kann beginnen!
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Königsstuhl
Seit 1273 kamen zu Rhens in einem Nußbaumgarten außerhalb des Ortes die deutschen Kurfürsten zu Verhandlungen zusammen, insbesondere über die Königswahlen; 1338 gründeten sie den Rhenser Kurverein zur Verteidigung des Reichsrechts und der Kurrechte. Der Königsstuhl, im Grundriß wohl nach dem Vorbild eines früheren Holzbaus 1376 bis 1398 errichtet, mehrfach erneuert, zuletzt 1842, besteht aus schwarzem Lavaquadern, die Pfeiler und die Mittelsäule aus Basalt. Alt sind insbesondere der Fuß und das Kapitell der achteckigen Mittelsäule. 1929 übertrug man den Bau auf die Rheinhöhe Schawall. Besichtigung möglich.







